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Historisches vom
Judoclub POST-NIPPON
In Memoriam Edmund Gabriel

Edmund Gabriel erhält Ehrenmitgliedschaft Edmund Gabriel erhält aus der Hand des ehemal.
Landespräsidenten die Urkunde über die Ehrenmitgliedschaft (Jänner 1986)

Eine große Trauergemeinde nahm am 3.3.1997 am Stammersdorfer Ortsfriedhof Abschied vom Judo-Idol Edmund Gabriel. Mit Edmund Gabriel ist nicht nur ein persönlicher Freund von mir für immer aus dieser Welt abberufen worden, mit Edmund Gabriel hat ein ganz wesentliches Stück Judogeschichte geendet. Edmund Gabriel war Judo.

Geboren am 16.10.1909 in Wien, hat er bereits mit ganz jungen Jahren den damaligen Jiu-Jitsu-Sport ausgeübt, hatte 1933 die Begegnung mit dem Gründer des Judo, Jigoro Kano Shihan, in Wien und hat sich von diesem Zeitpunkt an ausschließlich dem Judosport gewidmet. Es war eine glückliche Familie und der überraschende Tod von Frau Josefine Gabriel 1995 hat Edmund zutiefst getroffen und - wie es im Nachruf zum Ausdruck kommt - war dann seine große Sehnsucht die Wiedervereinigung mit seiner über alles geliebten Frau.

Mir war es gegönnt, nicht nur den Weg des Judo mit ihm zu gehen, sondern auch in vielen persönlichen Gesprächen und Kontakten seine große Persönlichkeit zu erleben und von ihm zu lernen. Er war ein Mensch, mit dem niemand streiten konnte, er war imstande, allen Widerwärtigkeiten des Lebens Paroli zu bieten, ohne andere Menschen in ihrer Art einzuschränken. Er hatte die Gabe, seinen eigenen Weg zu gehen. Er war ein vielbelesener, allseits gebildeter Mensch, dessen große Liebe neben dem Judosport und seiner Familie seiner Heimatstadt Wien gehörte. Er wusste über alle Kultur- und Kunstschätze dieser Stadt Bescheid und es war jedes Mal ein Erlebnis, mit ihm über die Geheimnisse der Wienerstadt zu sprechen.

Im Gespräch mit Frau Gerda Wicha, der Tochter von Edmund Gabriel, wurde mir wieder voll bewusst, wie sehr ein starker Mensch seine Umgebung prägt und beeinflusst und ich hatte in diesem 2-stündigen Gespräch das Gefühl, dass Edmund Gabriel bei uns sitzt. Die Art und Weise, wie wir über sein Leben gesprochen haben, wie mir Frau Wicha seine Vielseitigkeit im Aneignen von Wissen und in der Weitergabe dieses Wissens erklärt hat, war erstaunlich und faszinierend zugleich. Edmund Gabriel lebt in seinen Kindern weiter. Der Geist von Edmund Gabriel soll in unserem Judosport weiterleben und ich persönlich möchte alles tun, um sein Werk stets zu würdigen und in Ehren zu halten.

Möge Edmund Gabriel die Erde leicht werden und möge er im Jenseits - er war ein tiefgläubiger Mensch - wieder mit seiner Frau glücklich vereint sein.

(Verfasser: Brigadier Josef Herzog, damaliger Präsident des Wiener Judoverbandes)

Edmund und Josefine Gabriel
Das Ehepaar Josefine und Edmund Gabriel
im Frühjahr 1995
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